Matthias Brodowy

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Matthias Brodowy - 25.04.2018, 09:23 Uhr

 

Proteine

Mit voller Wucht ist der Frühling da! Bei solch herrlichem Wetter schwinge ich mich sofort aufs Rad und düse durch die allergenhaltige Blütenduftluft. Mein Auto hingegen behält die Winterreifen drauf. Allzu oft habe ich es erlebt, dass es noch einmal einen plötzlichen Wintereinbruch gab, kurz nachdem die vier Autostiefel weg und die Sandalen aufgezogen waren. Obwohl ich dieses Jahr fest daran glaube, dass die Sonne siegt. Mit dem schönen Wetter allerdings krabbeln auch überall die Viecher hervor, die insbesondere der Radfahrer gar nicht so schätzt. Bereits bei meiner ersten Fahrt habe ich einen kräftigen Protein-Snack in Form einer Fliege zu mir genommen. Irgendwann lerne ich es noch, mit geschlossenem Munde zu fahren und nicht jedes Picknick, das auf meiner Strecke fliegt, zu mir zu nehmen. Da muss ich übrigens immer an eine - im Nachhinein - doch recht lustige Begegnung bei einem Essen denken. Sie kennen das: Manchmal hat das Gegenüber einen kleinen Essenrest im Gesicht, so wie bei Loriots berühmtem Nudelsketch. Und je nachdem, wie gut man sich kennt, ist es kein Problem, den anderen darauf hinzuweisen. Nun hatte mein Gegenüber allerdings rechts neben dem Mund keinen Essensrest, sondern eine kleine Spinne hatte es sich dort gemütlich gemacht. Ich sagte: „Du hast da was am Mund, aber warte mal…“ Doch er wartete nicht, sondern ging sofort mit der Zunge über das vermeintliche Speiseüberbleibsel. „Und? Ist weg?“ Ja, die Spinne war weg. Ich hoffe, sie hat wenigstens geschmeckt.

(Meine wöchentliche Kolumne in der "hallo wochenende")

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Matthias Brodowy - 01.04.2018, 13:13 Uhr

Stinkergen 
"Genom der Stinkfrucht entschlüsselt"! Das war für mich eine sensationelle Meldung. Die Stinkfrucht, wissenschaftlich "Durio zibethinus" oder auch "Durian" genannt, ist in Südostasien sehr verbreitet. Kenner schätzen ihren kulinarischen Wert, aber die meisten hassen ihren Geruch. Dieser muss wohl ziemlich penetrant und nachhaltig sein. In Hotels des Durianverbreitungsgebietes ist die Mitnahme einer Stinkfrucht strikt untersagt. Bei Zuwiderhandlung wird eine saftige Gebühr fällig, denn der Duft hängt schwer und nahezu unvertreibbar im Raum. In Singapur und Malaysia gibt es deswegen für die Durian ein absolutes U-Bahn- und Busverbot. Gleichwohl muss ihr Geschmack - eine Melange aus Vanille und Walnuss mit zwieblig-fruchtiger Note - eine Offenbarung sein. Wir kennen dieses paradoxe Phänomen auch von diversen Käsesorten: Je intensiver der Geruch, umso leckerer der Käse. Nun haben sich also Genforscher der Stinkfrucht angenommen und das Genom entschlüsselt. Unter anderem stellten sie fest, dass diese mehr Gene besitzt als der Mensch. Jetzt könnte man sagen: Donnerwetter, der Mensch ist ein umso größeres Wunder, gelingt es ihm doch tatsächlich, mit weniger Genen zu stinken! Aber überhaupt ist Zeit für Demut. Denn auch Reis besitzt mehr Gene als ein Mensch. Ein kleines Korn soll weit komplexer sein als die Krone der Schöpfung? Machen Sie also das nächste Mal, wenn Sie Reis essen, diesem noch ein Kompliment, bevor Sie ihn verschlingen! Und immerhin stinkt der Reis nicht. Normalerweise.

(Eine meiner Lieblingskolumnen, die ich im Jahre 2017 für die Zeitung „hallo wochenende“ schrieb. Warum? Weil ich beim Recherchieren wieder mal etwas über Biologie gelernt habe.)

1 Kommentar
Der unglaubliche Heinz[09.04.2018 09:25 Uhr]
Danke, für diese erhellenden Informationen.

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Bio

MATTHIAS BRODOWY

Die frühe Phase

1972 wurde ich als waschechter Niedersachse mit lupenreinem slawischen Nachnamen geboren. Erst kam die Blockflöte, dann die Schule, begleitet von der Melodica (s. Foto), dem Klavier, der Gitarre und der Orgel. Trotz der vielen Zwischentöne gelang es mir, meine Schulzeit ungetrübt und recht ordentlich zu beenden. Dank der Musik verdiente ich mir bereits früh eine Taschengeldaufbesserung als Organist sowie als Pianist in einer Damengymnastikgruppe (kein Scherz, sondern gut bezahlt).

Es folgte der Zivildienst und das Studium: Germanistik, Geschichte und kath. Theologie für das Höhere Lehramt. Dazu kam noch eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker (Organist und Chorleiter). Hier sollte ich 1997 übrigens das einzige Abschlusszeugnis nach meiner Schulzeit erhalten; das Studium blieb kurz vor Schluss unvollendet, denn da kam Hüsch und meine große Chance. Aber dazu gleich mehr aus dem Pressetext meiner Agentur, denn ich kann nicht so gut über mich in der dritten Person schreiben.

Ansonsten erweiterte ich noch meine Instrumentensammlung durch die E-Gitarre (okay, es sind mehrere E-Gitarren - natürlich Duesenberg, made in Hannover), den E-Bass, die Ukulele, das Schlagzeug und seit neuestem probiere ich mich an einer Lapsteel. WIe man sieht, eigentlich bin ich ein Musiker gefangen im Körper eines Komikers. Hin und wieder versuche ich, diese Melange offensiv auf der Bühne auszuleben.

Das steht im Pressetext meiner Agentur über mich:

Matthias Brodowy steht seit 1989 auf der Bühne, zunächst im Ensemble „Profilachticker“, seit 1997 als Solist. Für das erste seiner bislang neun Soloprogramme wurde er von Hanns Dieter Hüsch mit dem niederrheinischen Kabarettpreis „Das schwarze Schaf“ ausgezeichnet. Es folgten weitere Auszeichnungen, darunter im Jahr 2000 der „Prix Pantheon“ und 2013 der „Deutsche Kleinkunstpreis“. 
Seit September 2016 ist Brodowy mit seinem neunten Soloprogramm „Gesellschaft mit beschränkter Haltung“ unterwegs sowie mit seinem Best-of-Programm „Bis es euch gefällt“, das zeitweise auch mit Band begleitet wird.
Außerdem ist er zu sehen in zwei Kabarett-Theaterstücken zusammen mit dem Puppenspieler Detlef Wutschik, auch bekannt als „Werner Momsen“.
Mit dem Kabarettisten Johannes Kirchberg steht er seit 2017 gemeinsam mit dem musikalischen Programm „Wenn die Muse zweimal klingelt“ auf der Bühne.
Brodowy hat inzwischen neun CDs und zwei Bücher veröffentlicht. 
Neben seiner Bühnentätigkeit arbeitet Brodowy regelmäßig für das Radio, so moderiert er u.a. für den WDR das „Kabarettfest“ aus Paderborn und hat lange Zeit die tägliche Radiocomedy „Kochen mit Wok“ und „Die Heidepiraten“ produziert. Für „Kochen mit Wok“ wurde er mit dem ffn-comedy-award ausgezeichnet. 
Auch in der Welt der Varietés ist Matthias Brodowy zuhause, arbeitete für Roncalli und regelmäßig für die GOP-Varieté-Theater in verschiedenen Städten und führt als Conférencier durch die Abende im legendären Hamburger Hansa-Theater. 

Ansonsten noch...

So, jetzt wieder ich. Vielleicht noch ein paar private Dinge. 

Ich esse gerne. Und ich koche auch gerne. Und ich esse das, was ich gekocht habe. Lasse mich aber auch gerne bekochen. Worauf ich nicht verzichten könnte? Kartoffeln! In jedweder Form. Mein Lieblingsgericht im Sommer sind Stampfkartoffeln mit Buttermilch. Ein altes schlesisches Armeleuteessen. Im Winter hingegen sind Kohlrouladen mein Favorit. Neben vielen anderen Leckerlis. Italienisch esse ich auch zu gerne. Und spanisch. Griechisch. Und französisch. Tschechisch. Sehr gerne auch polnisch. Summa summarum, kulinarisch wie politisch bin ich ein überzeugter Europäer. Der Brexit allerdings schmerzt mich nur politisch. 

Und ich bin ein Spieler. Skat! Doppelkopf! Und Gesellschaftsspiele. 

Von der Musik sprach ich oben schon. Bleibt noch die Literatur. Meine Lieblingsautoren? Theodor Storm, Stefan Zweig, Thomas Mann, Siegfried Lenz, Umberto Eco, Daniel Kehlmann, David Safier und Hüsch, immer und immer wieder Hüsch! 

Gar keine Ahnung habe ich ja von amerikanischen Serien. Game of thrones und ähnliches ist völlig an mir vorbeigegangen. Auch Star Trek und dergleichen. Da bin ich irgendwie nicht der Typ zu. Auch mit angelsächsischer Comedy kenne ich mich leider überhaupt nicht aus, was sicherlich meinem schlechten Englisch geschuldet ist. Bei Kollegenrunden über diesen oder jenen amerikanischen Comedian bin ich sprachlos, esse Chips und versuche irgendwann, einen plötzlichen Themenwechsel herbeizuführen. "Kennen Sie Schnippschnapp?" 

Stopp, nein, stimmt nicht ganz mit den Serien. Ich liebe die Simpsons (auf deutsch, damit ich sie verstehe), den Tatortreiniger oder auch Stromberg. Das ist so ganz mein Humor.

Ich liebe die Nordsee. Wollte ich das Kabarett an den Nagel hängen und hätte keine anderweitigen Verpflichtungen, ich würde mich am liebsten auf Helgoland niederlassen. Vielleicht wäre ich sogar der Typ, um auf einer Hallig zu enden. Bis dahin bleibe ich aber mit Leib und Seele Hannoveraner.

Ach so, ja, das Foto: Falls das mit dem Kabarett mal nix mehr ist und ich doch nicht auf die Hallig will oder die Hallig mich nicht will, geh ich halt in die Politik. Hab mich dafür schon mal warm geredet.

Lesbar

Der Leuchtturmhüter

Ein Erzählung von Matthias Brodowy mit Bildern von Ole West

Eine Geschichte von Leuchtturmhüter Enno Tütken, seinem Freund Olaf Johannsen, ehemaliger Bremser auf einer Holzachterbahn, und einer ominösen Flaschenpost, die irgendwie genau die Richtigen erreicht. 

Erschienen im Dezember 2017 im Tidenhub-Verlag

ISBN: 978-3-9811951-7-0

Einmal Labskaus und zurück

Ein Kuddelmuddelbuch

Geschichten, Gedichte und kleine Schmonzetten von Matthias Brodowy mit Bildern von Ole West.

ISBN: 9783980902618

Hörbar

CDs und download

Bei roofmusic sind folgende CDs erschienen und überall im Platten- und Buchhandel bestellbar: 

"Gesellschaft mit beschränkter Haltung" - Live-Doppelalbum mit Band, aufgenommen im Theater am Aegi 

"Kopfsalat" - Das 8. Programm, live im Apollo in Hannover aufgenommen

"Bis es Euch gefällt" - Doppelalbum, live im Theater am Küchengarten aufgenommen

 

Die meisten CDs aus dem GMVerlag sind inzwischen vergriffen. Als download bei ITunes u.ä. sind aber folgende Alben noch erhältlich: 

"Offenbarung - das 7. Programm"

"In Begleitung" (reines Studio-Musikalbum mit Band)

Gesellschaft mit beschränkter Haltung

Doppel-CD

Mitschnitt der Premiere im Theater am Aegi/Hannover. Mit Band. 

Erschienen bei Roofmusic.

978-3-86484-417-1

Bis es Euch gefällt

Das Beste aus 7 Programmen

Doppel-CD

Aufgenommen 2013 im Theater am Küchengarten/Hannover.

Erschienen bei Roofmusic.

ISBN 978-3-86484-036-4

Bühne

Gesellschaft mit beschränkter Haltung

Das aktuelle Tourneeprogramm

Nachdem der Mensch über Jahrmillionen den aufrechten Gang erlernte, hat er in wenigen Jahren den Rückschritt vollzogen. Stets über sein Smartphone gebeugt, irrt er durch die Welt. Wozu denken, wenn ein Algorithmus viel besser für mich entscheiden kann? Wozu Freiheit, wenn mir im virtuellen Dasein viel mehr Fenster offen stehen? Zu allem hat der vercloudete Mensch eine schnelle Meinung und was im Internet steht, das wird schon wahr sein. Mit einem „Gefällt mir“ auf der Maus und der Verbal-Keule im Gepäck formt er locker flockig aus dem kategorischen Imperativ einen obligatorischen Konjunktiv. Alles geht, nichts muss. Daumen hoch, Daumen runter. Und schnell noch ein Selfie im Circus Maximus der kurzen Launen.
Willkommen in der Gesellschaft mit beschränkter Haltung!

Matthias Brodowy wurde von Hanns Dieter Hüsch mit dem Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“, später dann mit dem „Prix Pantheon“ und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Mit seinem neunten Programm bietet er politisches Kabarett mit klarer Kante und musikalischer Note. Zugleich frönt der selbsternannte Vertreter für gehobenen Blödsinn (chief director for a high level bullshit) jedoch stets auch der literarisch verschnürten Albernheit und dem anarchischen Nonsens.

Bis es euch gefällt

Brodowys Bestes aus zwei Jahrzehnten

Höhepunkte aus neuneinhalb Programmen

Seit 1989 steht er auf der Bühne, seit 1997 als Solist. Das Beste aus dieser Zeit zeigt er in diesem ganz besonderen Programm.

Matthias Brodowy führt den Zuschauer zurück in die wunderbare Zeit des käferorangenen Wählscheibentelefons, als er im Blockflötenensemble ganze Seniorenheime tyrannisierte. Er erklärt als Bauchhintrainer, warum wir uns Übergewicht angesichts der wirtschaftlichen Lage unbedingt leisten müssen und bringt Teile einer längst verschollen geglaubten Mozartoper für Dicke zu Gehör. Auch seine mehr als skurrilen Albträume wirft er zwecks persönlicher Verarbeitung der Allgemeinheit zum Fraß vor.

Eine temporeiche One-man-show, Texte und Töne in Laut und in Leise, Klassiker und Aktuelles, jenseits der Frage, ob das nun Kabarett oder Comedy sei. Es ist Brodowy, der Vertreter für gehobenen Blödsinn – der chief director for a high level bullshit.

Och... Zwei Nordlichter sprechen sich aus

Ein kabarettistischer Heimatabend mit Werner Momsen und Matthias Brodowy

Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein. Der Eine, südnorddeutscher Kabarettist und Musiker, der Andere, echte Hamburger Kodderschnauze und Klappmaulkomiker und seit Jahren als rasender Reporter für den NDR unterwegs. Aber eines haben sie gemein:

Matthias Brodowy und Werner Momsen sind bekennende und praktizierende Nordlichter.

Ihr „Heimatabend“ ist wie das Land: Literarisch und musikalisch, komödiantisch und melancholisch, mit Augenzwinkern und Humor, der weitaus trockener ist als das norddeutsche Wetter. Die Zwei Nordlichter Momsen und Brodowy bringen mit Stand up, Lesung, Musik und vor allem Schau- und Puppenspiel die endlose Weite ganz nah!

Und sonst? …Och!

Die Bert Engel Show

Kabaretttheater mit Menschen und Puppen

Der nunmehr 102jährige Altstar Bert Engel hat sich einen Auszubildenden zugelegt, Matthias Brodowy, der bei ihm eine Ausbildung zum Entertainer macht. In ihrer ersten gemeinsamen Varieté-Show geht es allerdings drunter und drüber. Dem Schlangenbeschwörer sind die Schlangen abhanden gekommen, dafür gibt sich die längst verstaubt geglaubte Ilse Werner die Ehre und Bert Engel zelebriert auf offener Bühne sein nasales Alternativrezept zum Buerlecithin, was nicht ohne Folgen bleibt. Plötzlich taucht nicht nur Hans Albers auf ominöse Weise auf, sondern auch Werner Momsen erstürmt die Bühne. 

Gemeinsam mit dem Hamburger Puppenspieler Detlef Wutschik präsentiert Matthias Brodowy einen Theaterabend der besonderen Art: Kabarett und Entertainment mit Menschen und Puppen.

Die Presse nannte es “einen kleinen Geniestreich” und “grandioses Puppentheater für Erwachsene”.

Wenn die Muse zweimal klingelt

Ein kabarettistisches Doppelsolo

Der Alt-Leipziger und Wahl-Hamburger trifft auf den hannoverschen Lokalmatador: Johannes Kirchberg auf Matthias Brodowy. Die beiden Kabarettisten tun sich zusammen für einen Abend der besonderen Art. An zahlreichen Instrumentent erklingen in ihrem Solo-Duetnicht nicht nur ihre schönsten Lieder, sondern es gibt auch Neues und Wiederentdecktes zu hören. Was halt so passiert, "Wenn die Muse zweimal klingelt!"

 

 

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